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Sport »  Sportarten »  Duathlon / Triathlon »  Detlef Schiller
Mail vom 20. September 2005
Hallo Herr Müller!
Der Transalpine-run ist Vergangenheit.
Bin 3 Etappen mit der MBT-Sandale gelaufen, davon auch die Königsetappe von Steg nach Sant Anton, 36,8 km 2387 Höhenmeter im Aufstieg und 2225m im Abstieg.
Wir waren drei mal auf dem Podest ( 3. Plätze bei drei Etappen in der Kategorie Masters ) und wurden somit insgesamt 3. in der Kategorie Masters von Anfangs 34 teams.
Schade, daß wir nicht unter team "" laufen konnten, wäre sicher eine tolle PR gewesen.
Insgesamt sind wir 203 km gelaufen mit ca. 9800 Höhenmetern. Die durchschnitliche Etappenlänge war Marathon.

Viele Grüße Detlef Schiller

Der lauf ist einsehbar unter
www.transalpine-run.com.
Eine CD wird erstellt, die Laufzeitung "Running" wird im Oktober einiges berichten, im ARD-Fernsehen kam schon was darüber.

Mailverkehr zwischen zwei Athleten (24. September 2004)
Frage:

Betreff: MBT-Laufsandale

erst einmal glückwunsch zu der informativen webseite und den erfolgen,
habe bis dato mich nicht getraut mit der sandale zu laufen im
gelände..steinchen, äste u.s.w.
nach ihrem bericht, sofort abends stirnlampe auf und los gings. absolut
super, man läuft wie auf wolke 7!
den anfänglichen wadenmuskelkater konnte ich ertragen, die waden werden
ganz schön "gezogen".
wollte mich bloß bedanken für die info als laufsandale!
alle zeit gesundheit für sie und ihre familie und weiterhin diesen mut
zu dieser extremausdauer!

detlef schiller

Antwort:

Sehr geehrter Herr Schiller

Ich habe eine weisse MBT-Sandale für die Hitze (laufe bei 30° und mehr
auf Asphalt) und eine schwarze MBT-Sandale für übliche Rennen. Strecken
von über 100 km und mehr laufe ich ohne Fussbrennen und ohne Blasen. Die
Geschwindigkeit wird nicht eingeschränkt und die Muskulatur ermüdet
nicht schneller. Unter dem Strich eine einfache Form der
Leistungssteigerung in dem limitierende Faktoren elegant ausgeschaltet werden können.
Im Oktober mache ich den längsten Triathlon Nordamerikas und im November
den längsten Triathlon der Welt. Sobald es auf der Laufstrecke heiss
wird und die Füsse anfangen zu brennen, wechsle ich auf die Sandalen.

Mit freundlichen Grüssen
Beat Knechtle    


Laufbericht-Rennsteiglauf 2004 über 73 km mit MBT

Kurze Vorgeschichte:
Seit nunmehr über 10 Jahre laufe ich, Detlef Schiller Jahrgang 1960,  wohnhaft in Deutschland / Mühlhausen / Thüringen, Naturmarathons und Ultralangstrecken. Davor betrieb ich 15 Jahre Leistungssport u.a. im Kraftsportzweikampf. Im Juli 2003 nach einem 100 km Lauf in Biel in der Schweiz (reiner Straßenlauf!), bekam ich einen Bandscheibenvorfall, der es in sich hatte. Die Vorzeichen waren schon länger da, aber mit Cortisonspritzen, unterdrückte ich meinen Schmerz, was letztendlich zu dieser Deftigkeit führte. Mein rechter Fuß war taub, ein Stehen oder Gehen ohne massive Schmerzen, war nicht mehr möglich. Eine Operation schien unausweichlich. Mit Hilfe des MBT Sport konnte ich anfangs ca. nur 10 Minuten Stehen bzw. Gehen. Mit einer Stoppuhr fing ich an, meine Tragezeiten mit dem MBT festzuhalten. Wichtig war für mich auch, in dieser Zeit, mein Körpergewicht einigermaßen zu halten, obwohl ich nicht trainieren konnte und nicht wußte, ob ich jemals wieder Laufen kann. Nach schon 14 Tagen fing ich an zu Rolltraben. Ich überging bewußt die Schmerzen im Rücken und wurde von Tag zu Tag schmerzfreier. Mein Fuß war zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr taub. Den ganzen Winter über, baute ich mir meine Kondition mit Hilfe des MBT-Sport wieder auf und konnte immer längere Strecken laufen. Für mich stand fest, daß ich nie wieder mit einem "normalen Laufschuh", egal wie teuer und welche Marke auch immer, laufen werde. Nie im Traum hatte ich geglaubt, im April 2004 den ersten Marathon über 42,2 km in einem deutschen Mittelgebirge (Kyffhäuserberglauf)zu laufen. Ich habe diesen Lauf in einer Zeit von 3;52h absolviert. Jetzt stand fest, daß ich auch den Rennsteiglauf und zwar die Königsstrecke über knapp 73 km meistern kann und begann zweimal am Tag mit dem MBT zu trainieren. Ich habe lange hin und her überlegt, mit welchem Schuh ich den Wettkampf laufen werde und habe mich für meinen Trainingsschuh entschieden, mit dem ich von Anfang an trainiert hatte (zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon ca.. 2000 Trainigskilometer gelaufen).
 
Mitte Mai 2004 um 6.00 Uhr in Eisenach war der Start über die Distanz von 72,7 km bis nach Schmiedefeld. Der Rennsteig ist der Höhenweg des Thüringer Waldes und liegt mitten im Herzen Deutschlands. Ein Bandscheibenvorfall, wie ich ihn habe, macht sich immer wieder bemerkbar. Ein Restschmerz bleibt immer, auch bei mir. In der Nacht vor diesem Lauf, hatte ich Rückenprobleme, wie lange nicht mehr. Ein böses Omen, dachte ich und zweifelte schon an meinem Vorhaben. Außerem hatte ich große Angst vor dem Umknicken der Fußknöchel. Um 6.00 Uhr kam der Startschuß und ich nahm mir vor, diszipliniert, wie im MBT- Video gesehen, zu laufen. "Gesundes Laufen", war meine oberste Priorität. Nicht anstecken lassen, vom schnellen nach vorne kippenden Laufen der anderen Jogger. Starthöhe ist 210 m NN, höchster Punkt 982 m NN, Zielhöhe 711 m NN- Höhendifferenz 2.479 m. Die Wege waren teils felsig, teils matschig, grobe Geröllsteine lagen herum. Ansonsten ist die Strecke zum größten Teil festgetreten und betonartig präpariert. Die erste Höhe war der Inselsberg, dann kam nach ca. 40 km der Sperrhügel. Hier spürte ich zum ersten Mal zwei massive Druckpunkte unter der linken Fußsohle. Der eine Punkt drückte genau unterhalb der mittleren Zehe, der andere im Mittelfußbereich außen. Ein Schmerz bei jedem Schritt, der mich mürbe machte. Aber, wie schon bei so manchem schweren Lauf, wußte ich, der Schmerz kommt und geht auch wieder. Nun kamen wir zum Grenzadler Oberhof bei Kilometer 55, wo die Biatlonweltmeisterschaften vorigen Winter stattfanden. Ein Hühnersüppchen als geheimer Verpflegungstip und ich bekam wieder neue Kraft. Man muß wissen, daß der MBT-Sport fast das doppelte an Gewicht hat, wie ein normaler Laufschuh. Bei diesen vielen kleinen Schritten, macht sich das schon bemerkbar. Nun ging es hinauf zum höchsten Berg Thüringens, dem Beerberg und auch diesen schaffte ich mit Bravour. Bei km 67 verspürte ich ein komisches Gefühl in meinen unteren Rückenstreckern. Es war nicht unangenehm, es war wie ein leichter Stromfluß im Rücken, der mein Abwärtslaufen dämpft. So ein Laufgefühl kannte ich noch nicht. Eine Läuferin, die Deutschland bei den 100 km Europameisterschaften vertreten wird, fragte mich ungläubig, wie man mit diesen Schuhen solche Distanzen laufen kann, sie hätte sie nur zu Therapiezwecken, wegen ihres Fersensporns. Aber ich war doch der lebende Beweis, daß dies durchaus auch geht, wenn man nur will. In 8 Stunden und neun Minuten kam ich überglücklich ins Ziel. Nicht ein einziges Mal bin ich umgeknickt bei dieser Naturstrecke. Mein Vertreter für MBT, Herr Reichenbach und seine Frau empfingen mich mit Freude und lauten Zurufen in der Zielgerade. Ich spürte keine Muskelschmerzen in den Beinen, wie sonst früher bei diesem langen Kanten. Ich hatte während und nach diesem Lauf nicht ein einziges Mal Bandscheibenschmerzen oder Knieprobleme (Knörpelabriß im Knie links vor zwei Jahren)!
 
Mein nächstes Ziel in diesem Jahr ist der Silvretta-Ferwall Marathon in Galtür- Österreich, wo wir auf 2620m laufen, sowie der tiefste Marathonlauf der Welt in 700 m Tiefe in einem Salzbergwerk.
 
 
Am Schluß noch ein paar Tipps beim Laufen mit MBT Schuhen:
  • Füße vor dem Lauf mit Vaseline einreiben
  • nur dünne Strümpfe anziehen- keine Wollstrümpfe benutzen, da Wärmeentwicklung sehr stark ist
  • nur mit eingelaufenen MBT-Schuhen Wettkämpfe bestreiten ( mindestens 1000 Trainigskilometer! )
  • der Mittelfuß muß stabil sein und darf nicht knicken
  • die MBT-Technologie muß beherrscht werden
  • konzentriertes Laufen, auch bei kurzen Strecken
  • der Schuh sollte nicht zu fest vor dem Laufen geschnürt werden, da er während des Laufens leicht anschwillt
Viele Grüsse
aus Müllhausen
Detlef Schiller